Gestern ist mir die neueste Ausgabe des „Spiegel“ in die Hände geflattert. Ich bin kein wirklich kontinuierlicher Spiegel-Leser, aber bei großen und PHÄTEN Internet-Aufhängern oder Web 2.0-Stories (pfui … du sollst doch diese Wort nicht mehr nutzen) da muss ich einfach das Heft haben. So auch die Ausgabe 33 vom 11.08.2008. Schon das Cover kommt provokant daher: „Macht Das Internet DOOF?“
Über mehr als 10 Seiten wird also darüber berichtet, wie sie doch das Kommunikationsverhalten verändert hat … so zum Beispiel wird beschrieben, dass ein Morgan-Stanley-Broker in der Regel vor acht Bildschirmen gleichzeitig sitzt (einer für den Kurzverlauf, der andere mit seinem ständig offenen Outlook-Fenster, wieder ein anderer mit Nachrichten Rund um Börsen-Themen usw.), neben den Dauergequatsche über das Headset noch locker durchschnittliche 625 Mails pro Woche beantworten kann (da sind ja meine ca. 350 Mails pro Woche eher eine lustige Top-of-the-Pops-Party).
Ob es sich nun um einen gestressten Broker, einen ebenso gestressten Agenturler oder andere Berufsgattungen handelt (die Studenten packen wir da jetzt einfach mal dazu) die Kommunikation hat sich dahingehen verändert, dass uns ein Vielzahl von Kanälen (z.B. skype, twitter, facebook, rss-feed, klassische newsticker, email und zur Feier des Tages nehmen wir das gute Handy mit zu dieser Aufzählung auf. Das Handy wiederrum sorgt uns netterweise auch mit Infos via Anruf, SMS, Abo-Shit & Co.) Verfügung steht die uns mit immer schneller aktualisierten Info-und Updatehappen versorgen, damit wir ja auf dem Laufenden bleiben. Danke dafür. Aber gut … man will sich ja auch gar nicht beschweren. Jeder ist seines eigenes Glücks Schmied.
Wieso erzähle ich das nun eigentlich???
Was haben wir gelernt? In die Rubrik „Freezer*** Sein“ nehme ich Themen auf, die als (kurz-, mittel-, langfristige gesellschaftliche) Trends verschrien werden. Laut Spiegel steuern wird neben dem bereits eingesetzten neuen Kommunikationswandel auf eine neue Krankheit zu, die mit diesem Trend einher geht : „Procrastination“ („… einem angeblich chronischen Leiden, das die davon Befallenen zwingt, Aufgaben immer weiter nach hinten zu verschrieben. Am Bildschirm drängt schließlich ständig Neues in den Vordergrund.“) Und wie kann man diesem Mist entgegentreten oder entgehen. Ganz einfach: Mach einfach dein scheiß Laptop und Handy (inkl. iPhone, Blackberry, MDA) aus! In diesem Sinn … ich bin dann mal weg.





Lukas! Was für ein gesellschaftskritischer beitrag! Hätte mir zwar eher was zu den olympischen spielen gewünscht, haha, aber so muss ich wohl mein ureigenstes thema auch hier reflektieren.
Ach, weißte was – das mach ich lieber morgen!
Kommentar von flatmate — August 14, 2008 @ 4:15 |
der Vorteil an der Generation info ist doch: die Verrückten kommen alle zu mir in die Praxis. Auf der Suche nach Ruhe und Entspannung. Also mir taugts. Abgesehen davon habe ich schon überlegt, ob ich mein Blog einstelle. Geht mir alles irgendwie zu lang. Warum mehr als 140 Zeichen verschwenden? Bin ich jetzt auch drüber, oder? Sorry! Und schwups zu twitter.
Kommentar von Julia — August 18, 2008 @ 2:47 |
spiegel kaufen lohnt nicht immer…oder wie thomas knüwer sagt: „Immerhin zeigt uns das Internet dann ja doch, dass der „Spiegel“ in weiten Teilen abschreibt, vom „Atlantic Monthly“, nämlich, und sogar die Idee für das Titelbild klaut. So was nennt man im Internet übrigens Raubkopie, da es aber leicht verändert ist, wird der „Spiegel“ sich auf ein Mashup berufen.“ (http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=1885)
Kommentar von johnika — August 18, 2008 @ 3:02 |
ja, ja der „spiegel“ … diese alte klausau … es ist vielleicht nicht die feine art, aber ganz ehrlich … wieviel leute (in diesem beispiel: deutsche) würden den „atlantic monthly“ lesen? ob nun geklaut oder nicht (pfui spiegel!). den artikel fand ich schon sehr interessant.
Kommentar von lukasch — August 18, 2008 @ 3:11 |
haha, ich kenn das Blatt gar nicht. Aber gut. Ich bin Schwäbin. Und daher von der Schwäbischen Zeitung beeinflusst. Über dieses üble Blatt hat schon die TAZ referiert.
Kommentar von Julia — August 18, 2008 @ 3:30 |
die gute alte TAZ war heute auch schon fleißig: „Twitter zwitschert nicht mehr“ (http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/wenn-twitter-nicht-mehr-zwitschert/)
Kommentar von lukasch — August 18, 2008 @ 4:00 |